3D Druck

Das Märchen mit den kapazitiven Sensoren beim 3D Druck

  • Posted on: 6 March 2018
  • By: micmarre

Das Ausrichten des Druckbetts ist nervig, aber für ein gutes Druckbild und eine gute Druckhaftung unerlässlich.

 

Jetzt gibt es Stimmen im Netz die behaupten das kapazitive Sensoren zum Autoleveln des Druckbetts völlig ungeeignet sind weil sie zu ungenau sind.

Also Freunde, jetzt mal im ernst: Kapazitive Sensoren werden seit Jahren in professionellen CNC Maschinen als Endstop verwendet. Und diese Maschinen weisen eine Wiederholungsgenauigkeit von 0,01 mm bis 0,02 mm auf! Messungenauigkeiten liegen also nicht am Sensor sondern an einer falschen Kalibrierung. Kapazitiven Sensoren ist das Material (fast) völlig egal: Metall, Glas, Holz oder Kunststoff... Funktioniert alles. Was kapazitive Sensoren stresst ist zum einen ein störendes Magnetfeld oder Luftfeuchtigkeit.

In der Regel habt ihr keine schnell wechselnde Luftfeuchtigkeit während des Drucks, es sei denn Ihr betreibt den Drucker in einem Badezimmer. Bleibt also noch das Magnetfeld. Und Bingo, sobald die Druckbettheizung angeht erzeugt ihr ein prächtiges Magnetfeld direkt unter dem Sensor. Was also tun?

Ganz einfach: Die Startsequenz des Druckers anpassen und das Heizen des Druckbetts vor dem Autoleveln kurz abschalten!

G21 ;Metrisches System
G90 ;Absolute positionierung
M109 ;Start und Lüfter aus
M140 S0 ; Druckbettheizung und damit Magnedfeld aus
G28 X0 Y0 ;Fahre nach X0/Y0 zum min. Endstop
G28 Z0 ; Fahre nach Z0 zum min. Endstop
G1 Z15.0 F<Geschwindigkeit> ; Hebe Druckkopf 15mm bzw. Senke Druckbett 15mm
M140 S60 ; Stelle Druckbettheizung wieder an
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